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6. Diagnostischer Audit-Leitfaden für Führungskräfte
| Prüfdimension | Diagnostische Leitfrage | Bewertungsskala (1 bis 5) | Kritisches Warnsignal |
|---|---|---|---|
| 1. Kompetenz-Übersicht | Verfügt das Unternehmen über ein aktuelles Verzeichnis bewährter interner Methoden und Fachexperten? | 1: Keine zentrale Übersicht. 5: Geprüftes, lebendiges Inventar aller Kernkompetenzen. | Teams erfinden in Silos Lösungen neu, die anderswo längst etabliert sind. |
| 2. Methoden-Mix | Verbindet die Transfer-Architektur Dokumentationen mit praktischer Begleitung und Tandemarbeit? | 1: Reine Textdateien im Intranet. 5: Durchdachtes SECI-Modell mit Übungen und Betreuung. | Die Einarbeitung besteht nur aus dem Verweis auf ein Laufwerk mit Dokumenten. |
| 3. Ursachen-Prüfung | Wurden schriftliche Leitfäden durch reale Beobachtungen auf tatsächliche Erfolgsursachen hin validiert? | 1: Ungeprüfte Selbstauskünfte. 5: Fundierte Verhaltens- und Gesprächsanalysen. | Mitarbeiter erzielen trotz gleicher Unterlagen völlig unterschiedliche Ergebnisse. |
| 4. Grundlagen-Prüfung | Werden Mitarbeiter vor Beginn fortgeschrittener Schulungen auf nötiges Vorwissen getestet? | 1: Keine Überprüfung von Vorwissen. 5: Verbindliche Einstufungstests vor jeder Schulung. | Hohe Frustration und kognitive Überlastung in Methodenseminaren. |
| 5. Regelmäßige Übung | Verbringen Mitarbeiter feste Zeiten mit praxisnahen Simulationen und direktem Expertenfeedback? | 1: Keinerlei Übungen im geschützten Raum. 5: Wöchentliche Pflicht-Rollenspiele nach klaren Kriterien. | Neue Mitarbeiter üben neue Botschaften unvorbereitet direkt am Kunden. |
| 6. Systemschranken | Sind unverrückbare Vorgaben und Margengrenzen fest in Softwaresystemen (CPQ, CRM) hinterlegt? | 1: Vertrauen auf manuelle Beachtung. 5: Automatisierte Systemsperren mit festen Freigabepfaden. | Nicht autorisierte Sonderkonditionen oder fehlerhafte technische Angebote. |
| 7. Beziehungsqualität | Herrscht zwischen erfahrenen Fachkräften und Lernenden ein Klima des Vertrauens und der Offenheit? | 1: Misstrauen und Rivalität. 5: Hohe psychologische Sicherheit und Mentoringkultur. | Abteilungen verweigern Ratschläge anderer Einheiten als unpassend. |
| 8. Führungsverhalten | Führen Teamleiter wöchentliche Coaching-Gespräche anhand konkreter Arbeitsbeispiele durch? | 1: Reine Abfrage von Umsatzzahlen. 5: Wöchentliches Coaching anhand von Arbeitsanalysen. | Vorgesetzte sprechen in Mitarbeitergesprächen nur über Termine, nie über Fähigkeiten. |
| 9. Rückfall-Prävention | Werden Prozesse regelmäßig daraufhin geprüft, ob Mitarbeiter in alte Verhaltensmuster zurückfallen? | 1: Keine Nachverfolgung. 5: Laufende Überprüfung der Prozessanwendung im Alltag. | Kompletter Stillstand und Vergessen neuer Methoden nach drei Monaten. |
| 10. Messung der Ramp-Time | Werden Einarbeitungszeiten, Abschlussquoten und der Nutzen von Schulungsinvestitionen gemessen? | 1: Keine Messung von Einarbeitungsdaten. 5: Exakte Verfolgung von Einarbeitungskurven und ROI. | Weiterbildungsleiter können den betriebswirtschaftlichen Nutzen nicht belegen. |
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Referenz & Evidenz
Quelle: Tabelle aus diesem Essay. Quellen und Einordnung stehen im Beitrag.
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